Filmreif: Wie ein Opel ins Kino kam

Schlagwörter: , ,
Gesendet in: Allgemein, Autor: OpelSepp (31. Juli 2010 um 15:07 Uhr)

Opel kommt aus Rüsselsheim, das im Rhein-Main-Gebiet noch südlich von Wiesbaden und direkt am Main liegt. Jedoch assoziieren viele insbesondere das Ruhrgebiet mit der Automarke Opel. Wie das kommt? Na, zum einen, weil es auch ein Werk in Bochum gibt, das sogar ein eigenes Schild an der Autobahnabfahrt hat, aber vor allem, weil ein ganz besonderer Kultfilm in der Gegend spielt und gedreht wurde. „Manta Manta“!

Rasante Komödie um den Sportwagen

Der Opel Manta A kam 1970 als Fünfsitzer auf den Markt und entsprach der wenig später hergestellten Limousine Ascona A hinsichtlich seiner Technik. Mit dem Rochen am Kotflügel versuchte er sich in die Klasse der sogenannten „Pony-Cars“ einzureihen, wie dem gleichnamigen Ford Mustang aus den USA, deren Angehörige meist einen Tiernamen trugen. Schon bald wurde das Modell in Konkurrenz zum Ford Capri gesetzt und die Imagepflege Richtung Männerauto eingestellt. So wurde der Manta auch schon bald nicht nur zum absoluten Männerauto, sondern ebenso der Mantafahrer zum Sinnbild des Tuningliebhabers. An kaum einem Auto haben sich so viele Bastler versucht und wurde mehr Geld für Ausstattung und Tuning ausgegeben. Um diese, teilweise übertriebene, Identifikation mit dem Manta als Männerspielzeug und Liebhaberobjekt und den sich rasant entwickelnden Kult um die sportliche Ascona Variante, dreht sich schließlich der von Bernd Eichinger produzierte Kinofilm. Darin tunen Til Schweiger, als Filmhauptrolle Berti und seine Kumpels ihre Autos, fahren mit ihren Friseusenfreundinnen illegale Rennen und schaffen mit Nummernschildern wie BO-EY-321 Platz für zahlreiche neue Mantawitze. Denn auch eine regelrechte eigene Witzkultur hat sich über die Jahre rund um das Auto etabliert.

Nutzen oder Schaden?

Ob der Kult um das Auto Opel letztendlich genutzt oder eher geschadet hat ist schwer zu sagen. Eigentlich heißt es ja, schlechte Publicity gibt es nicht. Allerdings hat das Image der stilisierten Mantafahrer schon ein wenig auf das Image aller Opelfahrer abgefärbt. Allerdings kann ein solches Arbeiterimage auch als durchaus positiv empfunden werden und den Opelfreund angenehm von der eher als schnöselig verrufenen Golfgemeinde abgrenzen.



Kommentare

Eine Antwort hinterlassen