Der Opel Manta
Der Manta ist ein fünfsitziger Wagen, den Opel im September 1970 erstmalig auf den Markt brachte. Das zwischen 1970 und 1988 produzierte Sportcoupé verfügte über einen wassergekühlten Vierzylinder-Frontmotor und einen Hinterradantrieb. Der Manta avancierte zu einem großen Erfolg für Opel. Von beiden Modellreihen wurden insgesamt knapp 1.056.000 Exemplare gebaut.
Zwischen Kult und Klischee
Ende der 1960er Jahre begannen die Entwickler bei Opel mit der Planung eines Konkurrenzmodells des seit 1968 auf dem Markt erhältlichen Ford Capri. Bereits wenige Zeit nach seiner Markteinführung wurde der Manta zum Männerauto mit sportlichem Touch stilisiert. Sein sportliches Aussehen verdankte das Coupe der langen Motorhaube und dem kurzen Heck. Ähnlich wie sein größter Konkurrent, der Ford Capri, folgte der Manta den damaligen Trends im Bereich Pkw. Ende der 1960er Jahre waren sportliche Wagen mit hoher Motorleistung angesagt. Die beliebten Pkw-Modelle wiesen zudem einen hohen Komfort für Fahrer und Beifahrer auf. Zudem waren Ende der 60er Fahrzeuge modern, die ein individuelles Design aufwiesen. Genau diese Kriterien verkörperte der Manta und traf damit den Nerv der Zeit.
Vor allem aus jungen Menschen bestand die Zielgruppe des Mantas. Das sportliche Coupé war eine frische Alternative zu älteren Opel-Modellen wie dem Ascona oder dem Rekord, die mit ihrem eher traditionellen Design für jüngere Mensch weniger attraktiv erschienen. Zum Kultfahrzeug entwickelte sich der Manta vor allem in den 80er und 90er Jahren. Vor allem das ab 1975 gebaute Modell Manta B genoss nach nur relativ kurzer Zeit Kultstatus und stand vor allem bei Tuningliebhabern hoch im Kurs, die einen Großteil ihrer Zeit darauf verwendeten, die Karosserieteile des Coupés noch ein wenig aufzubessern. Schnell entwickelte sich das Klischee vom typischen Mantafahrer, dem bestimmte Eigenschaften zugeschrieben wurden.
Der „typische“ Mantafahrer
In zahlreichen Medien wurden die typischen Eigenschaften eines Mantafahrers aufgegriffen und zu einem Klischee stilisiert. In Filmen wie „Manta, Manta“ oder „Manta – Der Film“ wurden der sportliche Pkw von Opel und seine Fahrer auf ironische und leicht abwertende Weise dargestellt. Ebenfalls wurde der stereotype Mantafahrer in zahlreichen Liedern besungen, zum Beispiel in „Manta“ von Norbert und die Feiglinge oder in „Wir fahren Manta, Manta“ von den Ärzten.
Anfang der 90er Jahren kursierten zudem unzählige Mantawitze, in denen die Fahrer des Kultautos zumeist klischeehaft beschrieben wurden: Prolls mit einem Fuchsschwanz an der Antenne, einer blonden Friseuse als Freundin und einem Sixpack Bier auf dem Rücksitz, die mit Ruhrpott-Dialekt sprechen, ein geringes Bildungsniveau aufweisen und machohaftes Verhalten an den Tag legen.
Leidenschaft für Sammler
Trotz dieser Klischees und der Tatsache, dass der Manta schon längst nicht mehr produziert wird, sind auch in der heutigen Zeit noch zahlreiche Sammler dem Charme des Sportcoupés aus dem Hause Opel erlegen. So haben einige Sammler und Manta-Liebhaber haben noch ein Exemplar in ihrer Garage zu stehen und sind stets auf der Suche nach günstigen Ersatzteilen, zum Beispiel Stoßfänger und Stoßdämpfer.
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